Weltweite Reserven

Die globalen Eisenreserven sind gewaltig und können die Welt noch für viele Jahrzehnte versorgenDie weltweiten Eisen- Reserven betragen nach aktuellen Berechnungen (2018) des USGS etwa 170 Milliarden Tonnen Eisenerz oder 83 Milliarden Tonnen Eisen. Der größte Anteil verteilt sich dabei auf Australien, Brasilien, China und Russland [1].

Die Abbildung zeigt die Länder mit den größten Reserven im Jahr 2017 in zwei verschiedenen Größen: der Menge an Roherz und der Eisengehalt der Lagerstätten. Den größten Anteil der Reserven besitzen Australien, Russland, China, Brasilien und Indien.
 
Bildquelle: eigene Darstellung, Daten nach USGS (U.S. Geological Survey) (2018): Mineral commodity summaries 2018: U.S. Geological Survey, 200S., https://doi.org/10.3133/70194932, Seite 89.​
Weltweite Förderung

Die Menge des 2017 geförderten Eisenerzes lag dem USGS zufolge bei 2,7 Milliarden Tonnen und hat sich seit 1997 annähernd verdreifacht  [1]. Die statistische Reichweite, die man sich daraus leicht errechnen kann, beträgt etwa 63 Jahre. Momentan beschränken die Unternehmen sich auf den Abbau besonders hochgradiger Eisenerze (high grade deposits), im Fall von Bändereisenerz mit einem Eisengehalt von 60% oder mehr.

Ein normales Bändereisenerz enthält etwa 20 - 40% Eisen, kann aber nachträglich und lokal durch verschiedene Prozesse stark angereichert werden. Diese Bereiche müssen durch Kartierungen und Probennahme im Gelände und mit geochemischen und geophysikalischen Methoden ausfindig gemacht werden. Wichtig für die Beurteilung einer potentiellen Lagerstätte sind auch Gehalte an Elementen, die bei der Weiterverarbeitung stören. Ein hoher Quarzgehalt verursacht zum Beispiel zusätzlichen Verschleiß beim Aufmahlen des Erzes, hohe Phosphor- oder Schwefelkonzentrationen beeinträchtigen die Qualität des Erzes ebenfalls.

Die Abbildung zeigt die Länder mit der größten Eisenförderung im Jahr 2017, berechnet nach der Menge an gefördertem Eisen und der Menge an Roherz. Den TOP3-Länder waren Australien, Brasilien und China.
 
Bildquelle: eigene Darstellung, Daten nach USGS (U.S. Geological Survey) (2018): Mineral commodity summaries 2018: U.S. Geological Survey, 200S., https://doi.org/10.3133/70194932, Seite 89.
Quellen

[1] USGS (U.S. Geological Survey) (2018): Mineral commodity summaries 2018: U.S. Geological Survey, 200S., https://doi.org/10.3133/70194932.
[2] Pohl, W. (2005): Mineralische und Energie-Rohstoffe. 5.Auflage.Schweizerbart´sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart.
[3] Neukirchen, F., Ries, G. (2014): Die Welt der Rohstoffe – Lagerstätten, Förderung und wirtschaftliche Aspekte. Springer Verlag, Berlin – Heidelberg.


Letzte Änderung:
26.06.2019
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