Gesteine sind Zeugen der Ereignisse in der Erdgeschichte, da mit ihrer Hilfe die geologische Vergangenheit rekonstruiert werden kann.

Die ältesten Gesteine aus dem Nuvvagittuq-Gesteinsgürtel in Nordkanada wurden auf stolze 4.280 Millionen Jahre datiert, und sind damit fast so alt wie die Erde selbst.

Verglichen damit sind die Gesteine in Sachsen und generell in Deutschland sehr jung. Die geologischen Zeiträume, über die wir sprechen, übersteigen aber dennoch unsere menschlichen Vorstellungskräfte bei weitem.

An der Oberfläche findet man nur wenige präkambrische Gesteine – älter als 542 Millionen Jahre, obwohl das Präkambrium einen Großteil der Erdgeschichte ausmacht.

Das liegt daran, dass Deutschland nur randlich mit den alten kratonischen Schilden, den uralten Kerngebieten der Kontinente, verbunden ist. Es gibt aber Anzeichen dafür, dass der tiefere Untergrund Mitteleuropas aus diesen alten, möglicherweise sogar archaischen Gesteinen besteht.

 

Quellen

[1] Leibnitz Institut für Länderkunde (2003) (Hrsg.). Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland. Heidelberg, Berlin: Spektrum Akad. Verl..
Bildquelle Titelbild: Ansicht aus der Region des Nuvvuagittuq Gesteinsgürtel in Nordkanada, NASA, URL: http://astrobiology.nasa.gov/nai/library-of-resources/annual-reports/2008/cub/projects/sulfur-biogeochemistry-of-the-early-earth/


Letzte Änderung:
26.06.2019
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