Durch das Recycling von Abfällen werden Rohstoffe zurückgewonnen und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Dieser Prozess ist jedoch häufig nicht in Lage die zurückgewonnenen Rohstoffe in der gleichen Qualität aufzubereiten, die sie als Primärrohstoff hatten. In diesem Fall spricht man von Downcycling. Es entstehen dabei sowohl energetische als auch materielle Verluste. Die Materialqualität verschlechtert sich. Allerdings ist es hierdurch möglich Materialien und Stoffe wiederzugewinnen die durch eine Deponierung unwiederbringlich verloren gehen würden. 
Daneben existiert noch das sogenannte "Upcycling". Im strengen Sinne handelt es sich hierbei nicht um Recycling, sondern eher um eine "Nachnutzung" von Abfällen [2]. Getreu dem Konzept "Aus Alt, mach Neu", werden Abfälle kreativ weitergenutzt. Es gibt zum Beispiel Unternehmen die aus alter Kleidung oder alten Stoffen neue Kleidung herstellen oder auch Unternehmen die aus Restholz neue Möbel bauen. Wenn dabei ein höherwertiges Produkt entsteht spricht man von Upcycling.
Um die Effizienz des Recyclingprozesses zu erhöhen, kann bereits bei der Herstellung der Produkte darauf geachtet werden, welche Materialien eingesetzt werden. Die Materialzusammensetzung  bestimmt nicht nur die maximale Nutzungsdauer eines Produktes, sondern auch wie dieses nach Ablauf recycelt werden kann. Je mehr Materialien in besonders komplizierter Art und Weise zusammengebracht werden, umso schwieriger wird die anschließende Wiederverwertung [1].
Abbildung 1: Kennzeichnungen für Recycling, Downcycling und Upcycling
Quellen

[1] Fötsch, G., Meinholz, H. (2015): Handbuch Betriebliche Kreislaufwirtschaft, Wiesbaden.
[2] Umweltbundesamt (2016): Umweltpolitik für die Transformation fit machen. Neue Grundkonfigurationen für eine angewandte Umweltpolitik, Berlin, S. 12.


Letzte Änderung:
19.09.2018
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